Ausländische Kollegen

Für Staatsangehörige eines Mitgliedstaats der Europäischen Union (EU), eines Vertragsstaates des Abkommens über den Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) oder der Schweiz stehen zwei Wege offen, um deutscher Steuerberater zu werden:
Neben dem "normalen" Weg, den Deutsche gehen, kann folgender Weg genommen werden: Nach bestandener Eignungsprüfung kann die Bestellung als Steuerberater beantragt werden.
Ausländische "Steuerberater" haben allerdings noch andere Möglichkeiten, in Deutschland tätig zu werden. Welche Möglichkeiten im Einzelfall sinnvoll erscheinen, hängt vom Inhalt und der Dauer der beabsichtigten Tätigkeit ab. Ist eine dauerhafte Niederlassung in Deutschland und eine Hilfeleistung nicht nur in ausländischem, sondern auch in deutschem Steuerrecht beabsichtigt, so bleibt die Eignungsprüfung und Bestellung die erste Wahl. Ist zwar eine dauerhafte Niederlassung in Deutschland, aber nur eine Beratung in ausländischem, nicht deutschem Steuerrecht angedacht, so kommt eine Registrierung nach Rechtsdienstleistungsgesetz in Frage. Mit entsprechenden Vorkenntnissen können Sie eine Registrierung als Berater in einem ausländischen (Steuer-)recht beim Präsident des Amts- bzw. Landgericht beantragen. Nähere Informationen erteilt bei geplanter Niederlassung in München das AG München, Pacellistr. 5 in 80315 München. Diese Registrierung ist regelmäßig weniger aufwendig als die Eignungsprüfung und Bestellung.
Bei nur vorübergehender und gelegentlicher Dienstleistung in Deutschland ist neben einer Vermögensschadenhaftpflichtversicherung nur eine Meldung bei der zuständigen Steuerberaterkammer notwendig. Nähere Informationen können Sie unserem Merkblatt in den Downloads entnehmen.