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„Digitalisierung – Eine berufsrechtliche Herausforderung!“ - Berufsrechtstagung 2018 des DWS-Instituts

„Digitalisierung – Eine berufsrechtliche Herausforderung!“ – unter diesem Titel fand am 6. November 2018 die diesjährige Berufsrechtstagung des Deutschen wissenschaftlichen Instituts der Steuerberater (DWS-Institut) in Berlin statt.

Dr. Holger Stein, Mitglied des wissenschaftlichen Arbeitskreises Berufsrecht des DWS-Instituts und Vizepräsident der Bundessteuerberaterkammer, wies in seiner Begrüßung auf die Oxford-Studie hin, vor deren Hintergrund in der Öffentlichkeit die Meinung verbreitet wurde, dass der Steuerberater zu 99% als Beruf verschwindet. „Für den deutschen Steuerberater ist diese These eher unwahrscheinlich, aber Prozesse und Tätigkeitsfelder werden sich weiterhin stark verändern.“ sagte Dr. Stein. „Allgemein wird angenommen, dass Steuerberaterleistungen standardisierbarer seien als andere Rechtsdienstleistungen. Interessanterweise wird dagegen die Entwicklung der Digitalisierung bei den Rechtsanwälten unter dem Stichwort legal tech nach meinem Eindruck weit intensiver diskutiert als bei Steuerberatern. Angesichts der mühevollen Bestrebungen der deutschen Steuerbehörden zur Digitalisierung und zum E-Government können sich aber auch die Steuerberater diesem Thema nicht mehr verschließen.“ so Dr. Stein.

In seinem in das Thema einführenden Vortrag erläutere Herr Markus Hartung, Vorsitzender des Berufsrechtsausschusses des Deutschen Anwaltsvereins und Direktor des Bucerius Center on the Legal Profession an der Bucerius Law School, dass das Steuerberatungsgesetz die Entwicklung softwarebasierter Steuerberatungsleistungen über Online-Portale nicht aufhalten können wird, da berufsrechtliche Beschränkungen digitale Lösungen nicht verhindern werden. Allerdings ersetze Technologie nur, wofür man sowieso keinen Steuerberater brauche, so Hartung.

In der anschließenden Podiumsdiskussion wurde vor allem deutlich, dass die Digitalisierung zu einer Wandlung des Begriffs der Steuerberatungs-dienstleistung und des heutigen Verständnisses von einer Steuerberatungskanzlei führen wird. Digitalisierung ermöglicht einen neuen Zugang zum Mandanten und zum Berater, der zu einer Veränderung der Tätigkeit des Steuerberaters führen wird.

Prof. Mann, Vorsitzender des wissenschaftlichen Arbeitskreises Berufsrecht, stellte zusammenfassend fest, dass die Diskussion den Optimismus des Berufsstandes widerspiegele und die Steuerberater das Thema der Digitalisierung insgesamt nicht als Feindseligkeit aufgreifen, sondern als Chance, mit der man offensiv umgehe.

Bild- und Videomaterial sowie weitere Informationen stehen unter www.dws-institut.de zur Verfügung.

[Quelle: Verband Freier Berufe in Bayern e. V.]

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