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Forschungsgruppe anwendungsorientierte Steuerlehre (FAST)

Durch die Bundessteuerberaterkammer besteht seit mehreren Jahren Kontakt zu den in der wissenschaftlichen Kommission STEU Betriebswirtschaftliche Steuerlehre des Verbandes der Hochschullehrer für Betriebswirtschaft e. V. organisierten Hochschullehrern. In jüngerer Zeit wurde aus Sicht der Steuerberater zunehmend vorgetragen, dass die in der betriebswirtschaftlichen Forschung behandelten Themen keinen hinreichenden Praxisbezug aufwiesen und die Absolventen dadurch nicht hinreichend auf den Beruf des Steuerberaters vorbereitet würden.

In einem Gespräch legten Vertreter der Hochschullehrer dazu dar, dass die Qualität von Forschungsbeiträgen und Forschern derzeit daran gemessen werde, ob bzw. wie viele Publikationen sie in international anerkannten Fachzeitschriften vorweisen könnten. Quantität und Qualität der Publikationen seien dabei heute nicht nur entscheidend für Berufungen, sondern auch für die Höhe des laufenden Gehalts des Lehrstuhlinhabers. Die meisten Forschungsbeiträge seien zudem empirischer Art. Empirische Forschung sei jedoch aufgrund der Datenverfügbarkeit stets nach hinten gerichtet. Die Kapazitäten, die erforderlich seien, um entsprechende Publikationen vorzubereiten, fehlten jedoch für praxisbezogene Fragestellungen.

In den vergangenen Jahren haben sich verschiedene, dem Berufsstand nahestehende Hochschullehrer wiederholt für eine normative Steuerlehre ausgesprochen. Um der geschilderten Entwicklung in der Betriebswirtschaftlichen Steuerlehre entgegenzuwirken, hat Professor Wolfgang Kessler von der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg zusammen mit deutschen und österreichischen Kollegen die „Forschungsgruppe anwendungsorientierte Steuerlehre (FAST)“ ins Leben gerufen. Ziel dieses Zusammenschlusses ist es,

  • Forschungsfragen primär aus der unternehmerischen Realität zu gewinnen,
  • diese Forschungsfragen wissenschaftstheoretisch fundiert zu beantworten, ohne dass eine Beschränkung auf ausgewählte Wissenschaftstheorien erfolgt,
  • keine Verengung der Forschungsmethoden vorzunehmen und
  • die Forschungsergebnisse zur kritischen Diskussion zu stellen.

Gerne möchten wir Sie mit dieser Pressemitteilung über die FAST informieren. Der normative Ausbildungs- und Forschungsansatz soll nachhaltig gestärkt und der Dialog zwischen Forschung und Praxis gewahrt und gefördert werden. Vor diesem Hintergrund möchten wir Ihnen beigefügte Absichtserklärungen zur Unterstützung von FAST weiterleiten.

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